Die FBP-Fraktion hat am 2. November 2026 eine Motion eingereicht, mit der die Regierung beauftragt werden soll, die Planung einer nachhaltigen Verkehrsentlastung für Schaanwald und Nendeln verbindlich voranzutreiben.
Hintergrund sind gemäss den sieben Motionären die seit Jahren hohe Verkehrsbelastung der beiden Weiler sowie die Bedeutung der künftigen Verkehrsentwicklung im Zusammenhang mit regionalen Infrastrukturprojekten.
Die Motion verlangt, dass auf Grundlage der bereits vorliegenden Arbeiten verschiedene Lösungsvarianten geprüft und die weiteren Planungsschritte in einem transparenten Verfahren vorangetrieben werden. Dabei sollen technische, raumplanerische, ökologische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Zudem soll die Regierung den Landtag regelmässig über die Fortschritte informieren und innerhalb von zwei Jahren einen ersten Bericht zum Stand der Arbeiten vorlegen.
Nach Auffassung der Motionäre soll die Bevölkerung von Schaanwald und Nendeln eine konkrete Perspektive erhalten, wie die seit langem anerkannte Notwendigkeit einer Verkehrsentlastung umgesetzt werden kann. Die Motion nehme weder eine bestimmte Linienführung noch eine konkrete bauliche Lösung vorweg, sondern schaffe einen verbindlichen Rahmen für die weiteren Planungsschritte.
Die Motion wird voraussichtlich in der Dezembersitzung des Landtags behandelt.
Motionen zählen zu den stärksten parlamentarischen Vorstössen im Landtag und sind ein gesetzgeberisches Instrument, mit dem Abgeordnete der Regierung einen verbindlichen Auftrag erteilen können. Wird eine Motion von einer Landtagsmehrheit überwiesen, muss die Regierung dazu innerhalb von zwei Jahren eine entsprechende Gesetzesvorlage vorlegen.